Effiziente Lagerverwaltung per Scanner und Touchscreen

Dirk und Ralf Wennemers Fensterbau-Betrieb, der 1870 von einem Vorfahren gegründet worden war, ist in den letzten Jahren permanent gewachsen. Vor zwei Jahren nahmen die Brüder im Rahmen eines Effizienz-Checks auch ihre Werkstatt und das Lager unter die Lupe. Dabei kam heraus, dass die 1.500 qm große Produktionsfläche in Senden-Bösensell noch jede Menge Entwicklungsmöglichkeiten bot. Mithilfe des Fachverbandes Tischler NRW und zwei externen Beratern haben Dirk und Ralf Wennemer seitdem erfolgreich daran gearbeitet, ihre Wertschöpfung zu erhöhen.

Als Dirk Wennemer gemeinsam mit seinem Vater Hans und dem Bruder Ralf Wennemer die neue Halle in Senden-Bösensell vor 20 Jahren in Betrieb nahm, machte die Tischlerei Wennemer Fensterbau einen großen Teil ihrer Umsätze mit der Produktion und Montage von Holzfenstern. Damals war es sinnvoll, den Lackierraum zentral in der großen Halle zu platzieren. Doch seitdem hat sich der Schwerpunkt des Betriebs, der heute 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und auch ausbildet, auf Kunststofffenster verlagert. Beim „Leanand-Green-Check“ der Handwerkskammer Münster, den der Betrieb 2018 durchführen ließ, kam auch das Thema Umstrukturierung auf den Tisch: „Mir ist klar geworden, dass in unserer Werkstatt und im Magazin noch große Potenziale stecken“, sagt der Betriebswirt im Handwerk Dirk Wennemer. Gemeinsam mit Dieter Ribbrock von Tischler NRW, dem Werkstattoptimierer Martin Buck und dem Lagerexperten Christof Högemann haben die Brüder ihren Betrieb in  vielen Bereichen komplett umgekrempelt – und konnten so die Produktivität ihrer Mitarbeiter in der Fertigung und Montage von Kunststoff- und Holzfenstern steigern. Wenn es um die Werkstattoptimierung geht, ist der Fachverband Tischler NRW für  Mitgliedsbetriebe die erste Anlaufstelle: „Be der Layoutplanung ist es immer sinnvoll, sich Unterstützung zu holen – ganz besonders beim Neubau“, rät Dieter Ribbrock.

„Es gibt so viele Details, dass man gar nicht an alles denken kann. Und dann merkt man erst, wenn alle Maschinen schon stehen, dass der Mitarbeiter mit dem Plattenwagen gar nicht an die Maschine rankommt.“

 

Media-Informationen


Herausgeber / Redaktion
NRW: Fachverband des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen

Verlag
Maenken Kommunikation GmbH

erschienen in
Perspektiven: Ausgabe 11/2020

erschienen am
11.2020

Autor(in)
Monika Diekmann